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WÃœHLEN IN ARCHIVEN. [To Dig in the Archives]

De Laet, Timmy. 2010. Wühlen in Archiven [To Dig in the Archives]. Tanz - ISSN 1869-7720 - 3, p. 54-59.

Das Machtwort – vom Repertoire zum Re-Enactment

2004 stellte Hal Foster in der Zeitschrift «October» einen «archivarischen Impuls» fest, eine Lust an der Retrospektive, die überall zu sehen war: in der Video- und Medienkunst, der Fotografie, der Installation, der Performancekunst und im Tanz. Es begann der Aufstieg einer Bewegung namens «Re-Enactment». Darunter verstand man bis dahin vor allem volkstümliche Rekonstruktionen historischer Schlachten. Heute bezeichnet es eine Kunstpraxis, in der die künstlerischen Arbeiten von einst neu entdeckt und praktiziert werden.

In der bildenden Kunst setzte sich der Begriff «Re-Enactment» schnell durch. Im Tanz war man zurückhaltender, weil die Wiederbelebung alter Choreografien immer schon gängige Praxis war, nur unter anderen Namen, der «Wiederaufführung» oder der «Rekonstruktion» etwa von «Le Sacre du printemps» 1987 durch Kenneth Archer und Millicent Hodson für das Joffrey Ballet. Solche Rekonstruktionen von Tänzen bezeichnete Helen

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